Kindergarten ist mehr…. als „gemeinsam“ den Tag zu verbringen!

Kindergarten ist mehr…. als „gemeinsam“ den Tag zu verbringen!

in

In unserer „globalisierten Welt“ – steht immer mehr das Individuum– im Vordergrund und wir bewegen uns immer mehr weg vom Dasein in Gemeinschaften.

Die ersten wirklichen Kinderfreundschaften entstehen meist ab dem dritten Lebensjahr. Somit in der Regel in der Zeit des Kindergarteneintritts. Es ist uns bewusst, dass jedes neue Kindergartenkind seinen Platz in der Gruppe erst finden - und lernen muss damit umzugehen. Dabei ist es notwendig, dass Kinder aufeinander hören, Kompromisse schließen, Verständnis für das Anderssein entwickeln, lernen Konflikte teilweise alleine zu lösen und gemeinsam Regeln innerhalb der Gruppe aufbauen lernen.
Denn nur durch das Zusammensein mit anderen Kindern können wichtige Erfahrungen im sozialen/ emotionalen Bereich  gelernt und erfahren werden, die auch für den weiteren Lebensweg (in der Schule, Universität, im Berufs- aber auch Familienleben) von großer Wichtigkeit sind.

„Wann Freunde wichtig sind
Freunde sind wichtig zum Sandburgen bauen,
Freunde sind wichtig, wenn andre dich hauen.
Freunde sind wichtig zum Schneckenhaussuchen,
Freunde sind wichtig zum Essen von Kuchen.
Vormittags, abends, im Freien, im Zimmer.
Wann Freunde wichtig sind?
Eigentlich immer!“
(Georg Bydlinsky)

„Der Kindergarten ist ein Ort, wo Zeit und Raum für Freundschaften fern aller sozialen Vorbehalte gelebt werden.  Aber auch Konflikte begleiten kindliche Freundschaften: (vgl. Blank-Mathieu;)  „Ich bin nicht mehr Dein Freund, wenn Du nicht..“ Kinder sind traurig, wenn sie von einer Spielsituation durch andere ausgegrenzt werden; wenn sie nicht mehr die „beste Freundin sind,… In solchen Situationen brauchen Kinder die pädagogische Unterstützung der Erwachsenen. Enttäuschungen in der Freundschaft gehören zu den Erfahrungen des Lebens. Aber sie bieten die Chance, darin zu reifen.“
Uns ist es wichtig, dass sich unsere Kinder in den unterschiedlichen Gruppen wohl fühlen. Denn nur Kinder, die selbstsicher, hilfsbereit und offen für Neues sind – können sich auch auf andere Kinder und deren Umfeld einlassen.
Wir bieten den Kindern daher auch regelmäßig die Option, wie z.B während dem Freispiel, im Garten, im Flur, in der Nachmittagsbetreuung  etc. mit anderen Kindern – aus einer anderen Kindergruppe (der Maulwurf-. der Nilpferd-, der Hasen-, der Bärengruppe) in Kontakt zu treten. Dadurch können gemeinsame Interessen und Stärken weiterverfolgt werden und auch gruppenübergreifende Freundschaften entstehen.

„Du hast einen schönen Beruf, sagte das Kind zu dem der ein Haus gebaut hatte.“
„Es muss sehr schwer sein, Häuser zu bauen.“
„Wenn man es gelernt hat, ist es leicht“, sagte der Mann.
„Es ist leicht, Häuser aus Beton und Ziegel zu bauen; viel schwieriger ist es, von Mensch zu Mensch Brücken zu bauen.“, sagte der Mann.
„Von Mensch zu Mensch Brücken bauen? Wie geht das! fragte das Kind.
Dann sagte der Mann, der sonst Häuser baut: „Von Mensch zu Mensch Brücken bauen heißt: „Einander helfen, aufeinander zugehen, füreinander da sein.“
Das Kind hat zugehört. Es hatte nicht alles verstanden.  Aber dann sagte es voll Freude: „Komm ich will mit Dir eine Brücke bauen!“
Und beide malten gemeinsam einen wunderschönen Regenbogen. (Schaussberger, U. Kindergartenreferat; 3/2009)

Daher ist es uns ein großes Anliegen, dass „unsere Kinder“ in unserem Kindergarten der DSTY u.a. Freundschaften zu Anderen aufbauen, pflegen und GEMEINSAM, während der Kindergartenzeit, ein Stück weiter „wachsen“.
Beste Grüße, Ihr Kindergartenteam!

 

© 2017 Deutsche Schule Tokyo Yokohama