Die DSTY in hellem Glanz – nicht nur wegen der Sonne!

Die DSTY in hellem Glanz – nicht nur wegen der Sonne!

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Die DSTY in hellem Glanz – nicht nur wegen der Sonne!


Am 19.5.2012 betrat die DSTY Neuland. Zum ersten Mal sollte ein Tag der Offenen Tür durchgeführt werden. Zur Erinnerung: Die Katastrophe in Tohoku hatte auch Auswirkungen auf die internationalen Schulen in Japan. Ein Jahr danach müssen alle mit Schülerzahlen kalkulieren, die um ein Drittel reduziert sind. Der Wettbewerb zwischen den Schulen hat sich verschärft.
Zwar ist die DSTY mit Deutsch als Unterrichtssprache ein unverwechselbares Unikat unter den internationalen Schulen. Trotzdem erhält das Marketing nun ein größeres Gewicht. In dieser Situation ist die Idee entstanden, einen Tag der Offenen Tür durchzuführen. Werbung nach Innen und Aussen, das war das Ziel.


Die verschiedenen Abteilungen, die SV, die Elternschaft, der Küchenchef, die Verwaltung und natürlich die Lehrkräfte, alle arbeiteten mit, um den Tag zu einem Erfolg zu machen. Das Programm wurde akribisch vorbereitet, ein professionelles Plakat entworfen und bis zum letzten Tag geklebt, gemalt, gehämmert, gekocht, gebacken und geprobt. Als die Einladungen schließlich an die Eltern verschickt und die wunderschönen Programmhefte bereitlagen, war nur noch eine Frage offen: würden die Eltern auch kommen? Und sie kamen!
Es war nicht nur das schöne Wetter, das den Ausschlag gab: die Neugier und die Vorfreude müssen in den Familien zu spüren gewesen sein, so dass sich schon früh Schlangen für die Marken bildeten, mit denen der Unterrichtsbesuch organisiert werden sollte. Besonders im Kindergarten war der Andrang so groß, dass die Marken schnell vergeben waren. Was blieb anderes übrig, als schließlich nachzugeben und auch die Besucher, die keine Marken hatten, hereinzulassen!


Mit einem musikalischen Auftakt in der endlich wieder einmal proppevollen Aula begann das Programm.
Der Vormittag zeigte den in drei Sequenzen gegliederten Unterricht an der DSTY in seinen vielfältigen Formen. Das Spektrum reichte von der Märchenstunde im Kindergarten bis zur simulierten Abiturprüfung in der 12. Klasse. Eine Feedback-Phase, in der Besucher und Lehrkräfte über das Gesehene ins Gespräch kamen, rundete die jeweilige Sequenz ab. Zwischendurch konnte auch die eine oder andere persönliche Rücksprache mit den Lehrkräften und Erziehern gehalten werden.


In der Mittagspause konnte man sich stärken in der schuleigenen Mensa oder bei Bockwürsten und Leberkäse, die von den Eltern bereitgestellt wurden. Dass von den leckeren Kuchen und Torten kein Krümel übrigbleiben würde, war von vornherein klar. Aber am Nachmittag war auch sonst alles ausverkauft: Sorgen, dass man vielleicht zu viele Portionen vorbereitet hätte, bewahrheiteten sich nicht.
Der Nachmittag war die Stunde des Freizeitbereichs: Die vielen verschiedenen AGs luden zum Mitmachen ein, und wer an drei davon teilgenommen hatte, konnte einen Preis gewinnen. Bunte Fäden am Boden führten zu den Räumlichkeiten: eine der vielen kleinen Ideen, die diesen Tag so besonders machten.
Wer sich die Zeit nahm, konnte auch naturwissenschaftliche Experimente durchführen oder künstlerische Schülerarbeiten und Plakate bewundern, die im Unterricht entstanden waren.


Besonders eindringlich war eine Veranstaltung, die in Anwesenheit des Kulturattachées, Herrn Weinberg, an die Tsunami-Opfer in Kohoku erinnerte. Schüler der DSTY berichteten von laufenden Projekten und von Solidaritätsaktionen, an denen sie teilgenommen hatten. Eine eigens angereiste Delegation aus Yokohamas Partnerstadt Hamburg überbrachte als Zeichen des Mitgefühls wunderschön gebundene Bücher mit Schülerarbeiten, die unter dem Eindruck des Leids entstanden waren, das durch die Katastrophe ausgelöst wurde.


Inzwischen war es später Nachmittag geworden. Den offiziellen Programmabschluss bildete ein engagiertes Fußballturnier von Schülern, Lehrern und Eltern, das letztlich das Team Grün für sich entscheiden konnte.
Der Tag klang aus mit einem Tanzabend der Band Twenty Years After in der Aula. Stimmungsvolle Musik auf höchstem Niveau begeisterte die Zuhörer. Die Einnahmen gingen an die DSTY als Spende für Musikinstrumente.
 

Am Ende dieses denkwürdigen Tages sah man überall frohe Gesichter. Das Gemein- schaftswerk „Tag der Offenen Tür“ hatte sich bewährt und die DSTY ein starkes Signal ihrer Lebenskraft und Attraktivität ausgesendet.
Selbstverständlich wird eine Wiederholung im nächsten Jahr anvisiert.

Joachim Grimm
Sven Günther

 

Fotos vom Tag der offenen Tür

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