Japanisch-Seminar – eine Chance für wahres Erleben in einer neuen Umgebung

Japanisch-Seminar – eine Chance für wahres Erleben in einer neuen Umgebung

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Japanisch-Seminar – eine Chance für wahres Erleben in einer neuen Umgebung

Die Ausgangssituation für uns Kursteilnehmer ist überwiegend ähnlich: Shujin no shigoto de doitsu kara kimashita (Aus beruflichen Gründen unseres Ehemanns sind wir aus Deutschland gekommen). Das stellt uns vor viele Probleme, die es zu bewältigen gibt – eines davon ist das Erlernen der japanischen Sprache. Im Japanisch-Seminar von Rieko-sensei haben wir die Chance nicht nur Japanisch, und damit auch die die Silbenschriften Hiragana und Katakana wie auch die zum Überleben wichtigsten Kanji zu erlernen, sondern auch Hintergründiges über unser neues Gastland, die japanische Kultur, Sitten und Bräuche und Denkweise der Menschen hier zu erfahren.

Rieko Sonntag bietet seit über 18 Jahren das Japanisch-Seminar an der DSTY an. Mit ihrer langjährigen Erfahrung hat sie sich optimal auf die Bedürfnisse von uns Expats einstellen können. Alles wichtige für den Start vermittelt ihr Crashkurs und sorgt somit dafür, dass wir einkaufen können, dass das Tanken kein Misserfolg wird, dass wir auf japanisch  Restaurant-Reservierungen vornehmen können, beim Azrtbesuch zurechtkommen, im Reisebüro, Hotel oder Ryokan Urlaub buchen können und vieles mehr. Aufgeteilt in Anfänger-, Mittelstufen- und Oberstufenkurs sowie Kanji-Seminar und (ganz neu) ein 10-tägiges Kompaktseminar im Sommer auf Hokkaido gibt es reichlich Gelegenheiten zum Lernen. Dabei ist es für uns Eltern sehr hilfreich, dass der Unterricht vormittags im Schulgebäude stattfindet. Dieses hilft den Kontakt zur Schule aufrecht zu halten und uns als Deutsche Community zu stärken.

Je nach Kurs lernen wir  ein- bis zweimal die Woche fleissig in einer lustigen Gruppe. Doch nicht allein unermüdliches Lernen dieser schwierigen Sprache steht im Vordergrund des Japanisch-Seminars. Auch Wochenendausflüge mit der ganzen Familie wie z.B. nach Kamakura, Mount Takao sowie abendliche Treffs im typisch japanischen Restaurant u.a. machen das Seminar zu einem besonderen Erlebnis. In einem speziellen Benimmkurs konnte uns Rikeo-sensei die wichtigsten Regeln bei Tisch, die korrekte Haltung der Stäbchen u.a. beibringen. Mit all dem Wissen über kulturelle Hintergründe aus dem Japanisch-Seminar konnten wir bereits viele Kontakte zu Japanern knüpfen, sei es mit den Nachbarn oder beim Smalltalk während des Hundespazierganges. Konnten wir uns bei Besuchen in japanischen Häusern und Restaurants ‚richtig‘ benehmen und so unseren Aufenthalt zu einem wahren Erlebnis werden lassen. Wenn auch zugegebenermaßen das Japanische nicht leicht zu erlernen ist, wie kleine Misserfolge uns immer wieder zeigen, so sind die Aha-Erlebnisse, wenn endlich einmal alle Wörter der Verkäuferin im Kaufhaus in unser Bewusstsein dringen oder die Bestellung im Restaurant im auf Japanisch geführten Telefonat geglückt sind, sehr aufbauend und motivieren uns, weiter zu lernen. Mittlerweile sind wir in der Lage ganze Sätze zu schreiben, uns in eingeschränktem Maße auf Japanisch zu unterhalten und Anzeigen wie Hinweisschilder zum Teil zu lesen und somit besser zu verstehen.

Wenn nach dem Abschluss des Japanisch-Seminars für uns nicht nur ein Stapel Bücher, ein Ordner mit den wichtigsten Verben sowie der Grammatik überbleibt, sondern auch geknüpfte Freundschaften und viele gemeinsame Erlebnisse entstanden sind, so ist dies das Verdienst von Rieko-sensei und ihrer netten Art.
Doumo arigato gosaimashita.

Maike Peterson

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