Nach der Präsentation des Dokumentarfilms "Der weiße Rabe" antwortet Herr Dr. Mannheimer auf Briefe von Schülern der DSTY.

Nach der Präsentation des Dokumentarfilms "Der weiße Rabe" antwortet Herr Dr. Mannheimer auf Briefe von Schülern der DSTY.

Dr. h. c. Max Mannheimer
Hubertusweg 33
85540 Haar
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Haar, 23.11.2010

Lieber Herr Wehmann,

vielen herzlichen Dank für Ihr Schreiben vom 10.11.10 und die Übersendung diverser Briefe von Schülerinnen und Schülern, die mich – ebenso wie Ihr Schreiben – sehr berührt haben. Ich danke Ihnen für Ihr Interesse an meinem Leben und fühle mich
Ihnen und Ihrer Schule verbunden.

Den Kontakt zur Jugend zu finden, war mir immer wichtig, ebenso das vorbehaltlose Gespräch und das Ernstnehmen gerade der Fragen junger Menschen. Das gibt mir Kraft für meine Zeitzeugentätigkeit. Denn ich fühle mich auch weiter verpflichtet, über
die schlimme Zeit des Nationalsozialismus zu berichten, um insbesondere den jungen Menschen zu zeigen, dass Wachsamkeit, Zivilcourage und Widerstand gegen jeglichen Rechtsextremismus, Rassenhass und Antisemitismus unverzichtbar und notwendig sind und um sie aufzurufen, sich für eine freiheitliche, demokratische und tolerante Zukunft zu engagieren.

Bitte geben Sie meinen Dank für die bewegenden Briefe und Zeichen der Zuneigung an Ihre Schülerinnen und Schüler weiter.

Ich wünsche Ihnen alles Gute!

Mit freundlichen Grüßen
Dr. h.c. Max Mannheimer

 

siehe auch: Die Regisseurin Carolin Otto präsentiert ihren Film „Der weiße Rabe“ an der DSTY

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