Zum Jahresende 2009 – das Weihnachtskonzert der DSTY

Zum Jahresende 2009 – das Weihnachtskonzert der DSTY

Zum Jahresende 2009 – das Weihnachtskonzert der DSTY

Abends vor den Weihnachtsferien - die Aula füllte sich mit einem erwartungsreichen Publikum bis auf die letzten Plätze. Endlich: Willkommen, welcome, bienvenue, youkoso! (Fast) pünktlich um 19.30 Uhr warteten Dr. Michael Szewczyk und seine charmante Moderationspartnerin Charlotte Prinz schwung- und humorvoll mit dem künstlerisch gut gefüllten Gabentisch des DSTY-Weihnachtskonzerts auf. Unser rund 80-köpfige Kinderchor gefolgt vom Community Chor und Schulorchester begannen mit der Bescherung eines recht bunt gemischten und anspruchsvollen Programms: Sehr harmonisch vorgetragene Kinderweihnachtslieder wie ‚Mt. Fuji’, ‚The New Year’, ‚Nun schmücken wir den Weihnachtsbaum’ sowie der bekannte Ohrwurm Rolf Zukowskis ‚In der Weihnachtsbäckerei’ wurden liebevoll unter der künstlerischen Leitung von Bernhard Menkhaus und Ruth Richter-Menkhaus ausgepackt. Bewundernswert, was die beiden in so kurzer Zeit auf die Beine gestellt haben!

Noch anspruchsvoller gab sich der Community Chor: Vom 17. bis hin zum 20. Jahrhundert mit Kompositionen von Woodward, Carpentier, Bach, Wade und Bello erstreckte sich der musikalische Bogen. Darunter das sehr schwer zu singende ‚Veni, veni Emamnuel’ von Z.Kodaly – das war schon eine reife Leistung. Gesteigert wurde dieses noch durch die gemeinsamen Stücke mit dem Schulorchester - einfach wohlausgewogen das ‚Brich an, o schönes Morgenlicht“ aus dem Weihnachtsoratorium Johann Sebastian Bachs – und dem grandiosen Finale aller Akteure, Kinder-, Community Chor samt Schulorchester, mit den melodischen Liedern ‚O come, all ye faithful’ Wades und der „Himno por la Paz des noch lebenden Musikschöpfers J. Bello. Ein herzliches Dankeschön für den beeindruckenden Einsatz, der ohne Zweifel mit etlichen Übungsstunden verbunden war!

Eine große Weihnachtsfreude bereitete im Anschluss der aus 34 Schülerinnen bestehende japanische Chor unserer Partnerschule „Yokohama Jogakuin Secondary School“: ‚Jingle Bells’, „Santa Claus is coming’, ‚Noel, Noel’, ‚Angels we have heard on high’, Rudolph the Red Nose Reindeer’, Hail Holy Queen’ und ‚Silent Night’ – alles bekannte Lieder, aber in der Darbietung des japanischen Mädchenchors etwas ganz besonderes. Gekonnt, perfekt aufeinander abgestimmt und sicher. Eine gute Idee auch, dass Sängerinnen aus dem Chor selbst die Dirigentenrolle übernahmen. Wir hoffen, dass sich künftig Gelegenheiten ergeben, gemeinschaftlich zu singen und gemeinschaftliche Veranstaltungen zu bestreiten. Das wäre sicherlich ein großartiger Gewinn für beide Schulen.

Nach einer gesprächsreichen Pause ging es weiter; Shioru Morikawa, nunmehr in der 12. Klasse, spielte in ihrer einmaligen Art die 4. Sonate von Eugéne Ysaÿe auf der Violine – eine virtuose Darbietung, die ihr so schnell keiner nachmacht! Vorweihnachtlich witzig danach eine völlig andere Facette: Die Theatergruppe gab das Bühnenstück ‚Weihnachten in der U-bahn’ zum Besten. Das habt ihr famos hingekriegt! Und Christine Schmelter in ihrer Rolle als ‚alte Frau’ – einfach stark! Dass ‚Stille Nacht’ auch jazzig vertont werden kann, wurde sehr effektvoll vom Musikkurs der Klassen 12/13 unter der Regie Alexander Najis gezeigt – mal etwas anderes und passend für das Weihnachtsarrangement. Etwas anderes waren auch die Songs der Schülerband ‚Roots for Square’ um den Vokalisten Felix Wagner, den Sologitarristen Clemens Streich, den Bassisten Lukas Berns und den Schlagzeuger Heinrich Prinz. Ein rockiges „Last Christmas’ sowie ein sehr einfühlsam vorgetragenes ‚Christmas by the phone’ – super! Eine weitere Überraschung ertrommelte das Schlagzeugduo mit Alexander Mentgen und Kai Shimada; auch hier – es ‚haute rein’ – ein großes Kompliment! Und dass die Advents- und Weihnachtszeit Bewegung nicht ganz ausschließt, bewies die DSTY Hip Hop Gruppe ‚Dancaholic’: Mädchen, ihr seid eine bestechende Augenweide.

Getragen von einem derartigen Schlussspurt verabschiedete sich das Moderatorenteam nach einem Weihnachtskonzert, das zwar gut drei Stunden dauerte, aber in keiner Phase eintönig verlief; drei Stunden voller Genuss, voller Kurzweil, voller Wohlklang. Da bleibt nur noch eines: Dickes Lob und herzliche Anerkennung allen Beteiligten für den äußerst gelungenen Abend! Vielen Dank, thank you very much, merci beaucoup, doumo arigatou gozaimashita.

Dr. Peter-J. Alexander

 

Bilder gibt es in der Galerie.
 

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