Fortbildung der Lehrkräfte

Fortbildung der Lehrkräfte

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Sozial starke Schülerinnen und Schüler und Heterogenität als Chance begreifen – der Pädagogische Tag am 18. September 2017

Am Keiro-no-Hi, dem dritten Montag im September, an dem die japanischen Familien traditionell ihre Großeltern besuchen, findet an der DSTY der Pädagogische Tag statt; Zeit für pädagogische Fragestellungen und das Setzen neuer Impulse also! Widmeten wir uns in den letzten Jahren den Themen „Deutsch als Zweitsprache“ sowie der „Ersten Hilfe“, so arbeiteten die Grundschule sowie der Kindergarten und das Gymnasium diesmal an unterschiedlichen Schwerpunkten.

Soziales Lernen

Auf einer Schulbeiratssitzung im vorigen Schuljahr äußerten Lehrkräfte und Elternvertreter gleichermaßen die Sorge um das soziale Miteinander der Schülerschaft in allen Altersstufen. Das Grundschulkollegium griff diese Problematik auf; am Ende des arbeitsintensiven Tages konnten klare Ergebnisse und Zielvorgaben präsentiert werden: Beim Klassenrat wurde ein verbindliches System von Klasse 1-4 geschaffen. Außerdem wird die Rolle der Klassensprecher gestärkt; bereits ab der 2. Klasse wird es nun eine – von zwei Lehrkräften unterstützte - Schülervertretung geben. Für die dieses Jahr eingeführte Klassenleiterstunden wurde viel Material zum Thema „Soziales Lernen“ gesichtet und umfangreiche Handreichungen für die Klassenstufen 1-4 erstellt.

Binnendifferenzierung für Groß und Klein

Unter der Leitung von Dorothea Mayer beschäftigten sich die Erzieherinnen und Erzieher mit den unterschiedlichen Arten der Differenzierung, einem besonders bei den Kleinen so wichtigen Thema. Denn im Kindergarten wird in altersdurchmischten Gruppen gespielt und gelernt und die Varianz in der Entwicklung ist oft sehr groß. Als Fazit des Pädagogischen Tags: Die natürliche Differenzierung soll weiter ausgebaut werden, damit auf jedes Kind individuell eingegangen werden kann. Dabei ist die Transparenz in der Kommunikation mit den Eltern besonders wichtig. Im Gymnasium begann der Pädagogische Tag bereits am Freitag. Hier besuchte der zur Weiterbildung eingeladene Referent, Herr Ramin Azadian aus Berlin, wo er als Lehrer für Deutsch und Spanisch am Primo-Levi-Gymnasium tätig ist, verschiedene Klassenstufen. In jeweils 20minütigen Unterrichtsbesuchen gewann der Spezialist für Differenzierungsmaßnahmen einen Einblick in die an unserer Schule bereits eingesetzten Methoden. Weitere Tipps und Ideen wurden den Lehrkräften dann durch einen Impulsvortrag und in zwei Workshopphasen vermittelt: Instrumenten wie dem Lerntempoduett, der Strukturlegetechnik als Form des kooperativen Lernens sowie „Du kannst“-Aufgaben werden die Lernenden der SekI/II also bald im Unterricht begegnen. Silke Sachs, Fortbildungskoordinatorin

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