Zuhause ist da, wo Dir vorgelesen wird – der Vorlesetag 2015 an der DSTY

Zuhause ist da, wo Dir vorgelesen wird – der Vorlesetag 2015 an der DSTY

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„Die Schüler wollten mich gar nicht mehr gehen lassen!“

„Ich habe 67 Seiten vorgelesen, fast das ganze Buch!“

„Ich habe die Schüler gefragt, ob sie eine Pause brauchen. - Nur wenn SIE eine brauchen, war die Antwort der Schüler.“

„Ich bin nächstes Jahr gerne wieder dabei.“

 

Solche und ähnliche begeisterte Berichte von den Vorleseaktionen füllten am Freitag, dem 20.11.2015, kurz nach Beendigung des Vorlesetags den Raum 219, wo sich die Gäste nach der Verleihung der Urkunden bei Kaffee und Brezen (ein großes Dankeschön an dieser Stelle an Frau Sening und Küchenchef Maik Schütze) stärken konnten.

 

Begeisterung für das Lesen wecken

Insgesamt 18 Vorleserinnen und Vorleser waren diesmal am Start – auch an dieser Zahl ist deutlich zu erkennen, dass die DSTY weiter wächst.

Vertreten war die DSTY mit dem stellvertretenden Schulleiter, Herrn Dr. Alexander, der durch die Auftaktveranstaltung führte, mit der Kindergartenleiterin Frau Schwadke sowie Frau Siegel, der Chefin der Bibliothek und der Verwaltungsleiterin, Frau Knott.

Auch der Vorstand, die Schweizer Botschaft und die OAG setzten ein Zeichen für das Vorlesen: Herzlichen Dank an Frau Johansson, Herrn Ottens, Herrn Wöhrle und Herrn Bohaczek für ihre Teilnahme!

Mit insgesamt vier VorleserInnen war das Goethe-Institut vertreten: Der Leiter Herr Wördemann, die Bibliotheksleiterin Frau Richter in Begleitung ihrer Praktikantin und die DaF-Dozentin Frau Böhler steckten die Schülerinnen und Schüler mit ihrer Lesefreude an.

Und natürlich stellten die Elternschaft und die DSTY-Familie ihre Vorlesebereitschaft unter Beweis: Frau Dertinger, Frau Gring, Frau Tanaka, Herr Nicolaysen, Herr Diekmann, Frau Putscher und Herr Professor Zieme begeisterten mit lustigen und spannenden, aber auch nachdenklich stimmenden, ernsten Geschichten die großen und kleinen Zuhörerinnen und Zuhörer.

 

Große und kleine Helden

Unterschiedlichste Charaktere und Helden wurden den Klassen an diesem Tag präsentiert: u.a. Pippi Langstrumpf, das stärkste Mädchen der Welt, das alles tun und lassen kann, was es möchte, oder Professor Proktor, der von Jo Nesbo erschaffene, ziemlich verrückte Wissenschaftler, der ein wichtiges Pulver erfindet.

Philosophische Einblicke in fantastische Innenwelten lieferte der 15-jährige Ausreißer Kafka Tamura, der Protagonist aus Murakamis Roman „Kafka am Strand“.

Und schließlich machten die Schülerinnen und Schüler Bekanntschaft mit der neunjährigen Anna, der Heldin aus Judtih Kerrs Werk „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“, in dem die Autorin ihre eigene Jugend verarbeitete: Als kleines Mädchen musste sie 1933 mit ihrem Vater aus Deutschland nach Paris fliehen. Inzwischen gilt der Roman, der auch mit dem deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet worden ist, als das berühmteste Buch über das Exil und ist gerade in diesen Tagen aktueller denn je.

 

Zuhause ist da...

Liebevoll gestalteten Schülerinnen und Schüler der Klasse 10a die Plakate, die im Vorfeld auf den Tag des Vorlesens aufmerksam machen sollten. Als Aufhänger wählten sie ein Zitat der Bestseller-Autorin Kerstin Gier: „Zuhause ist da, wo meine Bücher sind.“

Leicht abgewandelt könnte man Heimat auch so definieren: „Zuhause ist da, wo Dir vorgelesen wird.“

 

Silke Sachs (Fachleitung Deutsch)

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