PQM

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Seit dem Jahr 2003 unterstützen Bund und Länder den systematischen Aufbau eines Pädagogischen Qualitätsmanagements (PQM) an den Deutschen Schulen im Ausland.

Schulentwicklungsexperten unter der Leitung von Prof. Dr. Hans-Günter Rolff wurden in die Konzeption eingebunden und leiteten anschließend zwei Zyklen von Schulentwicklungsseminaren, die weltweit den Deutschen Auslandsschulen angeboten wurden.

In den Einführungsseminaren wurden die Schulen mit den Strukturen, Instrumenten und Verfahren einer ganzheitlichen und systematischen Schulentwicklung vertraut gemacht. In Folge wurden Steuergruppen gebildet, Leitbilder entwickelt, Stärken-Schwächen-Analysen durchgeführt und erste Entwicklungsschwerpunkte in Angriff genommen.

Kritische Freunde

Die Folgeseminare bilanzierten nach etwa drei Jahren die eingeleiteten Maßnahmen und stellten als eine Form der selbst verantworteten externen Evaluation den Besuch kritischer Freunde – den Peer Review – in den Mittelpunkt, der einer BLI in der Regel vorausgeht.

Im November 2006 wurde der Qualitätsrahmen für Deutsche Schulen im Ausland veröffentlicht, der seitdem den Deutschen Auslandsschulen im Rahmen ihrer Zielsetzungen, Maßnahmen und Ergebnisse Orientierung und ein klares Bild von Schulqualität im Deutschen Auslandsschulwesen vermittelt.

Über eine Kooperationsvereinbarung der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen mit der Bertelsmann-Stiftung konnte die Selbstevaluation der Schulen in erheblichem Maße professionalisiert werden. Die elektronisch auswertbaren Fragebögen zur Selbstevaluation in Schulen, angereichert durch auslandsspezifische Aspekte (SEIS+) werden inzwischen von mehr als zwei Drittel aller Deutschen Auslandsschulen eingesetzt. Voran ging eine Übersetzung in wichtige Verkehrssprachen.

Einführung der Bund-Länder-Inspektion

Auf der Basis dieser Vorleistungen beschloss der Bund-Länder-Ausschuss für schulische Arbeit im Ausland (BLASchA) im September 2006, die Bund-Länder-Inspektion (BLI) für die Deutschen Schulen im Ausland einzuführen. Voraussetzung einer BLI sind eine Selbstevaluation sowie ein Peer Review.

Die Verfahren und Instrumente der BLI wurden in enger Kooperation mit der Niedersächsischen Schulinspektion und mit Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen entwickelt. In einem vierjährigen Zyklus sollen alle Deutschen Auslandsschulen regelmäßig inspiziert werden. Ziel der speziell für diese Aufgabe qualifizierten Inspektoren ist es, in einem standardisierten und transparenten Verfahren die Schulqualität als Ganzes festzustellen. Einzelne Lehrkräfte, Funktionsinhaber oder Gremien stehen nicht im Fokus der Inspektion.

Seit 2008 sind weltweit neun Prozessbegleiter mit der Qualitätsberatung der Deutschen Auslandsschulen beauftragt. Insbesondere sollen Schulen bei der Umsetzung der im Rahmen des PQM vorgegebenen Entwicklungsaufgaben und bei eigenen Entwicklungsvorhaben beraten und begleitet werden (Leitbild, Schulcurriculum, Schulprogramm, Unterrichtsentwicklung, Selbstevaluation, Peer Review, Bund-Länder-Inspektion, Schulischer Aktionsplan).

Beraterische Interventionen der Prozessbegleiter erfolgen in Achtung vor der Eigenverantwortung der Schule und deren Entscheidung über Prozesse und Arbeitsschwerpunkte. Die Entscheidung über aufgezeigte Varianten, Wege und Gestaltungsmöglichkeiten bleibt dabei den Schulen vorbehalten. Dabei stellen die Vorgaben des Pädagogischen Qualitätsmanagements und insbesondere des Qualitätsrahmens für Deutsche Schulen im Ausland den Handlungsrahmen dar.

Quelle: http://www.auslandschulwesen.de/

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