TAG DES VORLESENS AM 18. NOVEMBER 2011

TAG DES VORLESENS AM 18. NOVEMBER 2011

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Ein Buch kann wie ein Hafen sein,
wo viele Schiffe laufen ein zu jeder Stund, Tag und Nacht
mit Früchten, Erzen, Silberfracht.
Die Ladungen sind schön und schwer,
drum mach die Schiffe gründlich leer,
bei Kerzenlicht, bei Sonnenschein:
Ein Buch kann wie ein Hafen sein.

Josef Reding


Am 18. November liefen viele Bücher in den Hafen der Deutschen Schule Tokyo Yokohama ein und wurden gründlich entleert. Den Kapitän zur See und Mitglied des Vorstands der DSTY Joachim Gutow unterstützten mehrere Vorlese-Matrosen zum Entleeren der Buchstabenfracht.  Als 1. Offizierin nahm die Herrin der Bücher, Frau Ketel , vorlesend von den Kindern Abschied. Zum Leidwesen aller hat sie das Schulschiff verlassen. Vom Kulturreferat der Botschaft war David Baumgärtner gekommen. Das Goethe-Institut hatte das Vorleseduo Barbara Richter und Ines Geyer geschickt. Ein ganz eigenes Schiff steuerte der Schweizer Botschafter Urs Bucher. Und der Hafenmeister Dr. Michael Szewczyk hatte vorlesend alles im Blick.
Zum dritten Mal beteiligte sich die DSTY am bundesweiten Vorlesetag, den die Wochenzeitschrift DIE ZEIT, die Stiftung Lesen und die Deutsch Bahn jährlich veranstaltet. In Deutschland fanden 12 000 Vorleseaktionen statt. Von Hamburg nach Berlin fuhr ein Vorlesezug. Auch Frau Dr. Schavan, Bildungsministerin und vor kurzem noch zu Besuch an der DSTY, las vor.
Warum tun wir das? Weil die am 1. November 2011 in Berlin vorgestellte Vorlesestudie nachgewiesen hat, dass Vorlesen eine Investition in die Zukunft der Kinder ist. Über 500 Jugendliche zwischen 10 und 19 Jahren wurden befragt. Das Ergebnis: Kinder, denen regelmäßig vorgelesen wird, sind in der Schule erfolgreicher. Die Noten in Deutsch und Mathematik und sogar in Sport sind um 0,4 Prozentpunkte besser! Zudem besitzen diese Kinder mehr soziale Kompetenz. Vorlesen ist ein Beitrag zur ganzheitlichen Entwicklung des Kindes.
Jungen entwickeln sich intellektuell langsamer als Mädchen. Wenn die Väter den Jungen vorlesen, dann profitieren diese Söhne überdurchschnittlich. Also Väter: Ran an das Buch und vorgelesen!
Herzlichen Dank an alle Vorleser/innen!

Harald Pröm, Fachkoordinator Deutsch

Bilder gibt es in der Galerie.

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