Aktuelle Mitteilung Nr. 63

Information zur aktuellen Situation
 
 

Liebe Eltern, liebe Schüler*innen, liebe Mitarbeiter*innen,

 

Welche Frage uns allen gerade auf den Nägeln brennt: Wie geht es nach den Ferien an der DSTY weiter?

 

Im Folgenden möchten wir Sie und Euch an den aktuellen Überlegungen des Krisenteams zum Schulbetrieb nach den Golden-Week-Ferien teilhaben lassen. Wenn Sie und Ihr nur an den wichtigsten Informationen interessiert sind, so reicht es, den folgenden Abschnitt zu lesen. Wer dagegen an einer detaillierteren Darstellung der Situation in den einzelnen Abteilungen und daraus abgeleiteten Schlussfolgerungen interessiert ist, der findet diese weiter unten.

 

Aktuelle Bedrohungssituation in Japan

Die Zahl der Coronafälle in Tokyo steigt täglich um etwa 100-200 Fälle. Die Verdopplungszeit der Fallzahlen in Tokyo konnte von 6 auf 11 Tage ausgedehnt werden, die durch den ausgerufenen Notstand erhoffte Senkung der Fälle ist bis jetzt allerdings nicht erkennbar. Die Medien melden vermehrt auch von einer Überlastung des Gesundheitssystems in Tokyo. Krankenhäuser reduzieren oder stoppen die Aufnahmen für Nicht-Corona-Fälle und Notfälle müssen von mehreren Krankenhäusern abgelehnt werden, weil Verdacht auf Corona besteht und das Krankenhaus nicht dafür gerüstet ist.

Am 22. April wurde erstmals ein Fall von Ansteckungen in einer Grundschule gemeldet, wo sich vier Schüler und der Klassenlehrer angesteckt haben, als sich die Schüler für Anweisungen und Entgegennahme der Hausaufgaben in der Schule getroffen haben. Auch die Richtlinien für Kinderbetreuungsstätten in Yokohama wurden am 21. April nochmals verschärft, sodass grundsätzlich nur noch Kinder aus dem Gesundheitswesen oder von systemrelevanten Berufen betreut werden.

Die Regierung hat sich noch nicht über eine eventuelle Verlängerung des Notstandes geäussert. Man möchte die Situation weiterhin genau analysieren und dann eine Entscheidung treffen. Auch wie es mit der Öffnung der Schulen in Japan weitergeht ist noch größtenteils unklar. Zwei Präfekturen (Aichi und Gunma) haben allerdings bereits eine Schulschließung der von der Präfektur geführten Oberstufenschulen bis Ende Mai verkündet und eine Stadt der Präfektur Shiga hat die Schulschließung aller Schulen bis Ende Mai verlängert. 

 

Schlussfolgerungen für den Schulbetrieb an der DSTY

Aufgrund der nach wie vor unklaren Lage gibt es drei mögliche Szenarien, die wir für die Zeit nach den Golden-Week-Ferien in Betracht ziehen:

 

1.) Voraussetzungen: Die Ausbreitung der Infektionen nimmt weiter deutlich zu, der „state of emergeny“ wird verlängert, die Schulen in Tokyo bleiben geschlossen.             
Konsequenzen: Die DSTY bleibt ebenfalls geschlossen und setzt ihren Betrieb mit den bisherigen E-Learning-Angeboten fort. Diese werden einer 360°-Evaluation (Befragung von Schüler*innen, Kolleg*innen, Eltern) unterzogen, um weitere Anpassungen vorzunehmen. Es wird alles versucht, um die anstehenden Schulabschlüsse (Mittlerer Schulabschluss, Abitur, Fachhochschulreife) zu ermöglichen.

   
2.) Voraussetzungen: Die Ausbreitung der Infektionen klingt langsam ab, der „state of emergency“ wird aufgehoben, eine teilweise Öffnung der Schulen in Tokyo findet statt. Konsequenzen: Die Abschlussprüfungen an der DSTY werden unter Berücksichtigung strengster Hygieneschutzmaßnahmen durchgeführt. In der Grundschule und dem Kindergarten wird mit Teilgruppen ein „Testbetrieb“ aufgenommen. Dieser wird evaluiert, sukzessive angepasst und entsprechend ausgeweitet.

 
3.) Voraussetzungen: Die Ausbreitung der Infektionen klingt erkennbar ab, der „state of emergency“ wird aufgehoben, die japanischen Schulen nehmen den Schulbetrieb wieder auf.
Konsequenzen: Die DSTY geht über in eine „neue Normalität“: Die Abschlussprüfungen werden unter Berücksichtigung strengster Hygieneschutzmaßnahmen durchgeführt. Der Unterrichtsbetrieb wird in Schritten jahrgangsweise wieder aufgenommen, allerdings mit deutlich reduzierter Schülerzahl pro Lerngruppe und einem entsprechend angepassten Angebot. Ein Schicht- oder Wechselsystem wird installiert, so dass Hygieneschutz-maßnahmen bestmöglich umgesetzt und eingehalten werden können. Gleichzeitig wird durch diese Maßnahmen primär eine Entlastung der Familien sowie das Ermöglichen von sozialen Kontakten für die Kinder angestrebt.

 

Eine Entscheidung darüber, welches Szenarium wir umsetzen werden, können wir erst nach genauer Kenntnis der Voraussetzungen am Ende der Golden-Week-Ferien treffen. Wir werden Sie daher in der letzten Ferienwoche detaillierter darüber informieren, wie sich der weitere Schulbetrieb ab dem 11. Mai gestalten wird.

 

Bis dahin hoffen wir auf Ihr/Euer Verständnis und Unterstützung. Wir wünschen der gesamten Schulgemeinschaft erholsame Ferien und Gesundheit.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Dr. Wolfram Schrimpf (Schulleiter)

Udo Ottens (Vorstandsvorsitzender)

 

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Darstellung der Situation aus den Abteilungen:

Kindergarten

Grundschule

Sekundarstufe

Vorstand