Orientierungsstufe

Der Übergang von der Grundschule in die Orientierungsstufe ist ein wichtiger Abschnitt im Leben aller Kinder. Neue Lehrkräfte, neue Lernmethoden, differenzierter Lernstoff, neue Fächer. Damit es in dieser Phase nicht zu Leistungseinbrüchen kommt, soll der Übergang gut geplant und im weiteren Entwicklungsprozess Kontinuität gewährleistet werden.

Die Klassenstufe 5 stellt dabei ein Jahr der Orientierung dar, in dem die Kinder gut vorbereitet in die für sie optimale Schulart (Hauptschule, Realschule, Gymnasium) eintreten können. Es wird im Unterricht stärker differenziert und auf die Lernentwicklung der einzelnen SchülerInnen eingegangen.

Eine Auswahl an pädagogischen Maßnahmen an der DSTY:

  • Informationsaustausch und gemeinsame Konferenzen mit Grundschul-, Orientierungsstufen- und Sekundarstufe I LehrerInnen
  • Langsamer und schülernaher Übergang in das Gymnasium
  • Bei Bedarf: Elternberatungen durch die FachlehrerInnen
  • Förderunterricht für SchülerInnen mit Deutsch als Zweitsprache
  • Mehrere Klassenkonferenzen über die voraussichtliche Einstufung (HauptschülerIn, RealschülerIn und GymnasiastIn) mit „Einstufungsprognose“ für die SchülerInnen
  • Am Ende der Jahrgangsstufe 5 erhalten die SchülerInnen eine „Schullaufbahnempfehlung“
     

Wichtige Grundvoraussetzung für die gymnasiale Empfehlung bilden folgende Kriterien:

  • Befriedigende und bessere Leistungen in den Kernfächern
  • Fundierte Fach- und Sachkenntnisse insbesondere in Deutsch und Mathematik
  • Eine gute bis hohe Konzentrationsfähigkeit im Unterricht und während den Prüfungsphasen
  • Eine wissbegierige und neugierige Vorgehensweise Neuem und Bekanntem gegenüber in Form von Fragen
  • Eine positive Fragehaltung, die Lerninteresse und Eigeninitiative zeigt
  • Eine systematische Arbeitsweise und die Fähigkeit, Problemstellungen selbständig zu erfassen und zu lösen
  • Eine gute Gedächtnisleistung, die sich in Arbeitsaufträgen, beim Erfassen von Texten oder beispielsweise beim Einmaleins manifestiert
  • Eine große Ausdauer und Belastbarkeit, die auch nach langen Arbeitstagen oder bei Misserfolgen nicht abnimmt
     

Stimmen am Ende der 5. Klasse Schulempfehlung und Schullaufbahnwunsch der Eltern nicht überein, hat der Wunsch der Eltern höheres Gewicht. Erst nach dem 1. Halbjahr des 6. Schuljahres findet die endgültige Entscheidung über die Einstufung durch die Schule statt.

Entsprechend dem Prinzip der größtmöglichen Durchlässigkeit sollen Umstufungen bis zum Ende der 8. Jahrgangsstufe erfolgen können, und zwar in der Regel jeweils am Ende eines Schuljahres.